*Arbeitsblatt 1

Arbeitsblatt 1: Strahlungsbilanz

1. Versuch: Blauer Himmel, roter Sonnenuntergang

Du benötigst:
-Einen Tageslicht-Projektor
-Ein Glas mit einem flachen Boden
-Fettarme Milch
-Schwarze Pappe, um den Projektor abzudecken, mit einem Loch (ca. 5 cm Durchmesser) in der Mitte
Du erzeugst ein Modell der Atmosphäre in einem Wasserglas.

Decke die Scheibe des Tageslicht-Projektors mit der schwarzen Pappe so ab, dass das Loch sich in der Mitte befindet. Fülle das Glas mit Wasser und stelle es über das Loch in der Pappe. Schalte das Raumlicht aus und schließe die Vorhänge. Schalte den Projektor ein. Das Licht strahlt nun durch das Wasser hoch zum Spiegel des Projektors und von dort gegen die Wand, an der du einen kleinen Lichtkreis siehst. Bislang wird das Licht auf seinem Weg nicht gestreut. Um das Glas der Atmosphäre ähnlicher zu machen, gebe vorsichtig einige Tropfen fettarmer Milch hinein und lasse sie sich mit dem Wasser vermischen.

Du wirst nun zwei Dinge beobachten:
-Der Lichtkreis an der Wand wird orange-rot.
-Schaue das Glas von der Seite an, so siehst du eine helle blaue Farbe.

1.  Sonnenuntergang
Photo: NOAA

Was ist geschehen?

Die winzigen Fettpartikel in der Milch streuen das Licht genauso wie Partikel in der Atmosphäre das Sonnenlicht streuen. Der blaue Anteil des Lichtes wird stärker gestreut. Daher kannst du sehen, wie blaues Licht auch seitlich aus dem Glas austritt. Der rote Anteil des Lichtes wird weniger stark gestreut. Ein guter Teil geht weiterhin relativ direkt durch das Wasser zum Spiegel und wird von dort auf die Wand geleitet. Der Versuch erklärt, warum der Himmel blau ist und der Sonnenuntergang rot.

Last modified: Tuesday, 18 September 2018, 11:52 PM