KW: Reliefe

Reliefe

Die Erde ist keine glatte Kugel. Ihre Oberfläche ist von ganz unterschiedlichen Reliefen geprägt: Von Meeresoberflächen, über Ebenen und hügelige Landschaften bis hin zu Gebirgen und Hochgebirgen.

Wenn nun Luftmassen Hindernisse wie Hügel oder Berge überwinden müssen, kühlen sie beim Aufsteigen ab. Der in der Luft enthaltene Wasserdampf kondensiert und es bilden sich Wolken. Somit beeinflussen diese natürlichen Barrieren die Wolkenbildung und damit auch das Klima und das Wetter ihrer Umgebung.Wie weit der Einfluss eines Gebirges jedoch reicht, hängt ganz von dessen Lage und Ausdehnung ab. Das riesige Himalaya-Gebirge mit den höchsten Bergen der Erde bestimmt z.B. das Monsunklima für den gesamten indischen Subkontinent.

Im Klimahaus® Bremerhaven 8°Ost wird an dem Exponat "Reliefe" auf die Struktur der Erde eingegangen. An einer Wand hängen untereinander drei Luftaufnahmen von unterschiedlichen Erdoberflächen. Neben jedem Bild ist eine Box mit einem Sichtschutz angebracht. Hier ist nun der Besucher aufgefordert, mit den Händen die auf dem Foto dargestellten Reliefe hinter dem Sichtschutz zu ertasten. Seine Finger werden zum Wind, der über die Erdoberfläche gleitet und bei Hindernissen nach oben ausweichen muss. Deutlich ist der Unterschied zwischen Gebirgen und Meeren zu spüren.

Foto: Ulrike Mitschke im Klimahaus®Bremerhaven 8°Ost

Das oberste Bild zeigt die Alpen, deren höchste Erhebung der Montblanc mit 4 808 m ist. Die Alpen schützen Italien und weite Teile des Mittelmeerraumes vor dem Einfluss der Kaltluft aus dem nordatlantischen Raum.

In der Mitte sind die kanarischen Inseln abgebildet, denn auch das Relief von Inseln beeinflusst das lokale Wetter und Klima. Der Einfluss von Inseln mit großen Erhebungen wie Teneriffa mit dem 3 718 m hohen Pico del Teide ist allerdings größer als von flachen Inseln.

Das Atlas-Gebirge in Marokko ist auf dem untersten Bild zu sehen. Dieses Gebirge, dessen höchster Berg der Toubkal mit 4 165 m ist, bildet die Grenze zwischen dem feuchten äußersten Nordwestwind und der trockenen Sahara.

Last modified: Sunday, 16 September 2018, 5:38 PM