Ozonloch 2007

Wenn in Europa die Sommerferien zu Ende gehen, wächst über der Antarktis wieder das Ozonloch. Dem herannahenden Herbst auf der Nordhalbkugel entspricht der anbrechende Frühling auf der Südhalbkugel und damit die "Ozonlochsaison"
Wir verfolgen, wie sich das Loch im Jahr 2007 entwickelt.

Anfang August hat sich der Polarwirbel über der Antarktis voll ausgebildet. Hiermit begann die Ausdünnung der Ozonschicht über dem Pol. Auf dem Bild rechts vom 16. August ist sie gut zu sehen.

Allerdings bezieht sich der Begriff Ozonloch nur auf die Fläche, über der die Ozonsäule einen Wert von weniger als 220 Dobson Units (DU) erreicht. Sehr niedrige Werte werden für gewöhnlich Mitte September gemessen.

Ozonloch - 16. August 2007

1. Ausgedünntes Ozon über der Antarktis 2007 - vom 16. August
Quelle: NASA

Die nebenstehende Grafik zeigt die Entwicklung des Ozonlochs 2006. Die Größe des Ozonloches in Mio Quadratkilometer ist gegen den Kalendermonat aufgetragen. Gut zu verfolgen sind das starke Anwachsen des Ozonloches im August und der relativ späte Zusammenbruch im November. Die Größe des Ozonlochs in den Jahren 2005 und 2006 lag über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Bislang ist noch kein Trend auszumachen, dass der alljährliche Ozonabbau über der Antarktis abnehmen würde.

Ozonloch 2006

2. Ozonloch 2006 (rot) im Vergleich mit dem Ozonloch 2005 (blau) und dem Mittelwert der letzten zehn Jahre (schwarz gepunktet)
© NOAA

Eine Vorstellung von der Größe des betroffenen Gebietes erhalten wir, wenn wir die Flächen der Antarktis und Europas aufeinander legen. Die Antarktis hat eine Fläche von ca. 13,7 Millionen km2, Europa etwa 10,1 Millionen km2.
Die Ozonloch erreichte zu Zeiten seiner maximalen Ausdehnung in den letzten Jahren etwa die doppelte Größe.

Größenvergleich Antarktis Europa

3. Größenvergleich Antarktis - Europa
© Hannes Grobe, AWI Bremerhaven (creative commons)

Last modified: Wednesday, 19 February 2020, 11:57 PM