Topic outline

  • General

    Landwirtschaft. Mehr

    Einleitung

    Hinreichend Nahrung für die Weltbevölkerung bereit zu stellen, wird immer schwieriger. Inzwischen hat die Zahl der Erdbewohner die 6 Milliarden Marke überschritten und Land, Wasser und die Ökosysteme sind durch Übernutzung ausgelaugt. Änderungen in der weltweiten Struktur der Versorgung mit und Nachfrage nach Nahrungsmitteln haben weitreichende Konsequenzen, denn die Ernährungssysteme der Welt sind heute eng miteinander verknüpft.

    Wie in der Einführung zum Basis-Teil beschrieben, sorgen wir uns darum, dass eine Klimaänderung in verschiedenen Regionen Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion, auf Seuchen und Krankheiten und auf die Produktionskosten haben kann. Die negativen Auswirkungen einer globalen Erwärmung werden dabei wahrscheinlich in unverhältnismäßig hohem Maße die ärmeren Staaten betreffen.

    Im Teil 'Mehr' berichten wir über die Entwicklung der Landwirtschaft in der Vergangenheit und wie sie sich in der Zukunft auf Grund veränderter Klimabedingungen wandeln könnte. Wir erklären, welche Bedeutung Modelle haben, um die Situation in der Zukunft abzuschätzen und wie wir die derzeitigen Bedingungen verändern können, um unerwünschte Auswirkungen in der Zukunft zu vermeiden.

    Logo Landwirtschaft

    About this page:

    Author: Marta Moneo and Ana Iglesias- Universidad Politécnica de Madrid - España
    1. Scientific reviewer: Alex de Sherbinin - CIESIN, Columbia University - USA
    2. Scientific reviewer: Lily Parshall - Goddard Institute for space studies, Columbia University - USA
    Educational reviewer: Emilio Sternfeld - Colegio Virgen de Mirasierra - España
    Last update: 12/05/2004

  • Topic 1

    Einheit 1:
    Gestern und Heute

    Warum ist der Klimawandel von Bedeutung für die Landwirtschaft?

    Wenngleich sich die Landwirtschaft heute zu einem komplexen Sektor entwickelt hat, so hängt sie doch immer noch von den klimatischen Bedingungen ab. Wärme, Licht und Wasser bleiben die Hauptquellen des Pflanzenwachstums. Krankheiten und Seuchen, die Pflanzen befallen, wie auch die Versorgung mit und der Bedarf an Bewässerungssystemen hängen vom Klima ab.

    Die weltweite Nahrungsmittelproduktion variiert von Jahr zu Jahr um mehrere Prozent, vor allem als ein Ergebnis des Wetters und der Schwankungsbreite, die das jeweilige Klima zulässt. Allerdings ist die Variation in der Produktion nicht überall gleich. Einige Regionen sind in höherem Maße empfindlich. Typischerweise sind die Entwicklungsländer stärker vom Wetter abhängig, da die Technologien zur Milderung der Auswirkungen von Dürren und Fluten weniger entwickelt sind. Ebenfalls stark betroffen sind diejenigen Regionen, in denen die physikalischen Faktoren, die die Produktion beeinflussen (Boden, Landschaftsstruktur, Klima) für den Ackerbau weniger günstig sind. Eine Aufgabe derer, die die Klimafolgen abschätzen, ist es, diejenigen Regionen zu identifizieren, die gegenüber einem Klimawandel sehr sensibel sind. Nur so können negative Konsequenzen vermieden oder zumindest gemildert werden, indem frühzeitig Anpassungsmaßnahmen vorgenommen werden.

    Farm in Nordamerika

    1. Farm-Landschaft in Nordamerika.
    Photo: US Dept. of Agriculture, NRCS

    Weiterführende Literatur in Englisch:

    Rosenzweig, C., A. Iglesias, X.B. Yang, E. Chivian, and P. Epstein. 2000. Climate Change and US Agriculture: The impacts or warming and extreme weather events on productivity, plant diseases, and pests. Center for Health and the Global Environment, Harvard Medical School, Cambridge, MA.
    Linkhttp://www.med.harvard.edu/chge/resources.html

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    2. Scientific reviewer: Lily Parshall - Goddard Institute for space studies, Columbia University - USA
    Educational reviewer: Emilio Sternfeld - Colegio Virgen de Mirasierra - España
    Last update: 12/05/2004
    Translation: Elmar Uherek, MPI Chemistry, 03/11/2004

  • Topic 2

    Einheit 2:
    Die Zukunft vorhersagen

    Die große Herausforderung und die Unsicherheiten

    Ernährung einer wachsenden Bevölkerung

    Mehr als 500 Millionen Menschen sind heute von Unterernährung oder gar dem Hungertod infolge von Armut bedroht. Die große Herausforderung des 21. Jahrhunderts ist es, immer noch ein Produktionsniveau zu erreichen, das genügend Nahrung für die Weltbevölkerung sichert.

    Dieses Ziel ist umso schwieriger zu erreichen, als die Bevölkerung die Marke von sechs Milliarden Menschen überschritten hat und bis Mitte des Jahrhunderts weiter wachsen wird. Zudem sind Land, Wasser und genetische Ressourcen infolge von übermäßiger Ausbeutung in einem Zustand der Erschöpfung.

    In Wissenschaftskreisen wie in der Wirtschaft sorgen sich die Experten, dass der Klimawandel möglicherweise Einflüsse auf die weltweite landwirtschaftliche Produktion haben könnte, die noch mehr Menschen an den Rand des Hungertodes bringt. Solche Sorgen gelten insbesondere den Gebieten, die am meisten anfällig für Dürren und Hungersnöte sind und in denen die Bevölkerung stark anwächst.

    Das Interesse an Prognosen für die Zukunft erwächst auch aus konkreten Erfahrungen, bei denen Extremereignisse in der Vergangenheit Länder und Gesellschaften massiv geschädigt haben. Oft wären die Konsequenzen weniger dramatisch ausgefallen, wäre das Ereignis vorhergesagt worden und hätten sich die Länder in angemessener Weise vorbereitet. Die Abbildung zeigt den zerstörerischen Effekt eines Hurrikans in einem sehr armen Land wie Honduras in Mittelamerika.

    Auswirkungen des Hurrikan Mitch

    1. Die Auswirkungen des Hurrikan Mitch in Honduras, Mittelamerika
    Quelle: www.laprensahn.com

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    Educational reviewer: Emilio Sternfeld - Colegio Virgen de Mirasierra - España
    Last update: 12/05/2004

  • Topic 3

    Einheit 3:
    Trockenheit im Mittelmeerraum

    Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Trockenheit im Mittelmeerraum wirken sich zunehmend stärker aus und werden durch andere Faktoren verstärkt: in manchen Ländern durch zunehmende Bevölkerung, Verstädterung, erweiterte Bewässerungsgebiete, ungeeignete Kontrolle der Wassernutzung, Mangel an politischem Handlungswillen und kulturelle Hindernisse.

    Die Abbildung rechts zeigt einen normalisierten Vegetationsindex der Mittelmeerregion, basierend auf einem Satellitenbild. Ein solcher Index wird genutzt, um Gebiete mit verschiedenen Vegetationsarten und verschiedener Vegetationsdichte zu unterscheiden. Die Karte zeigt deutlich, dass der Norden und die Mitte Europas eine wesentlich dichtere Vegetation aufweisen, als die Gebiete nahe am Mittelmeer. Der Grund hierfür ist kein anderer, als der Unterschied im Klima und in der Verfügbarkeit von Wasser.

    Vegetationsindex der Mittelmeerregion

    1. Normalisierter Index der Vegetationsunterschiede
    G. Begni, MEDIAS-France

    Die Verwaltung der Wasserressourcen ist stark von der Vermeidung von Risiken für die landwirtschaftliche Produktion geprägt. Ein Großteil dieser Risiken sind auf die Unvorhersehbarkeit der Witterung zurückzuführen. Die hervorstechendste Gefahr ist die von Trockenperioden oder Dürren. Die Auswirkungen solcher Ereignisse schwanken je nach betroffener Bevölkerungsgruppe und Region im Mittelmeerraum. Gemeinsam jedoch ist dem ganzen Gebiet, dass Trockenperioden und ihre Folgen dort Mensch und Natur immer wieder treffen.

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    Last update: 12/05/2004